Archiv für Dezember 2009
Was erwartet uns auf der CES in einer Woche?
Viele Technologien, die später Geschichte schrieben und heute überall tagtäglich im Einsatz sind – wie z.B. die CD, die 1981 erschien, der Amiga-Computer von 1984, die DVD seit 1996 oder das Internetfernsehen IPTV 2005 – wurden auf der International Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas erstmals einer staunenden Öffentlichkeit präsentiert.
Auf der nun kommenden CES, die vom 7. bis zum 10. Januar stattfindet, wird, wie Teltarif.de kürzlich berichtete, ein Smartphone in aller Munde sein: das erste von Google selbst vertriebene Smartphone Nexus One.
Allerdings wird das Nexus One nicht in Las Vegas der Öffentlichkeit präsentiert, sondern kurz vor der offiziellen Eröffnung der Messe am Google-Stammsitz im kalifornischen Mountainview.
Bisherigen Informationen zufolge soll das Google Nexus One zwar in Kooperation mit T-Mobile vertrieben werden, allerdings nur per Online-Bestellung direkt bei Google erhältlich sein.
Der Hersteller ist den Angaben zufolge HTC, der auch schon die ersten Android-Smartphones herausbrachte.
Näheres zum neuen Google-Handy erfahren Sie Anfang Januar auf teltarif.de.
Auch ein Netbook mit 2 GB Hauptspeicher, Multitouch-Bildschirm, integriertem UMTS und vorinstallierten Google-Applikationen wie dem Chrome-OS-Browser wird Google Gerüchten zufolge im kommenden Jahr auf der eigenen Website bzw. über Mobilfunkpartner anbieten.
Auch das erwartete Apple-Tablet iSlate wird in Las Vegas Gesprächsthema, aber wohl kaum zu sehen sein.
Schaffen wir den SMS-Rekord von 2008 an Sylvester 2009?
An Silvester wird gesimst was die Handys hergeben: laut Bitkom sollen ca. 290 Millionen Handy-Kurznachrichten in der Neujahrsnacht in Deutschland verschickt werden.
Das hat der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) in seiner jüngsten repräsentativen Befragung von 1 000 Menschen ab 14 Jahren herausgefunden.
Die erste SMS mit Neujahrsgrüßen vom Handy geht dann zumeist an Freunde (33 Prozent aller SMS-Schreiber), Eltern (19 Prozent), Geschwister (10 Prozent) oder die eigenen Kinder (8 Prozent), die irgendwo anders feiern. An den eigenen Partner gehen an Sylvester aber eher selten die ersten Grüße – nur in ca. fünf Prozent aller Fälle. Der Grund ist sehr wahrscheinlich weil die Mehrheit die Sylvesternacht sowieso mit dem eigenen Partner zusammen verbringt.
Damit Ihre SMS-Grüße morgen an Sylvester nicht im Netz “steckenbleiben” folgen hier noch ein paar Tipps: versenden Sie die SMS-Nachricht bereits kurz vor Mitternacht und, schreiben Sie den Text tagsüber bereits vor, so dass Sie später dann nur noch Namen und Handynummer zum Versenden einsetzen müssen.
Eine weitere Alternative zum Selberschreiben bieten viele Netzbetreiber und eMail-Anbieter an: den zeitversetzten SMS-Versand, der sich ganz leicht am PC einstellen läßt…
Wir wünschen viel Spaß an Sylvester und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2010!
Patentstreit zwischen Nokia und Apple die Dritte
Der weltgrößte Handy-Hersteller Nokia legte jetzt im schon seit einigen Monaten laufenden Patentstreit mit Apple mit einer neuen Klage bei der US-Handelsaufsicht ITC nochmals nach, das teilte Heise.de kürzlich mit.
Nokia wirft dem iPhone-Hersteller in dieser Anklage vor, sieben eigene Patente zu verletzen, wie Nokia am Dienstag vor Weihnachten mitteilte. Es gehe hier um Funktionen für Bedienung, Kamera- und Antennen-Technik sowie die Energie-Verwaltung von Handys und Smartphones.
Nokia hatte Apple erstmals Ende Oktober 2009 vor einem US-Gericht mit dem Vorwurf verklagt, der Konkurrent habe beim iPhone zehn Patente der Finnen verletzt. Apple wies diese Vorwürfe damals zurück und konterte Mitte Dezember mit einer eigenen Klage, in der Nokia wiederum vorgeworfen wird, 13 Patente von Apple zu missachten. Dabei handelt es sich ebenfalls um diverse Techniken für die mobile Kommunikation sowie einzelne Gerätefunktionen.
Das Patent-Geflecht ist in der Technologie-Branche äußerst komplex und führte bereits öfters zu Klagen seitens mehr oder weniger bekannten Firmen.
Verschärfte Internet-Kontrolle in Polen…
Wie Heise.de kürzlich meldete will Polen die Kontrolle des Internets offenbar drastisch verschärfen: es wird bereits intensiv an einer entsprechenden Gesetzesänderung gearbeitet, um demnächst unter anderem ein Verzeichnis mit zu sperrenden Webseiten sowie die Verpflichtung für Internet-Dienstleister, detaillierte Nutzerdaten für Ermittlungsbehörden vorzuhalten neu als gesetzliche Verpflichtung einführen zu können.
Eingearbeitet werden soll die neue Internetgesetzgebung in ein Gesetz, das ursprünglich eigentlich zur Bekämpfung von Spielsucht und illegalen Geldgeschäften eingeführt wurde und das derzeit neu gefasst wird.
Unklar ist aber noch immer, ob die vorgeschlagenen Änderungen tatsächlich in dem geplanten Umfang eine Chance haben, das Gesetzgebungsverfahren zu passieren. Die Verhandlungen über die Gesetzesnovelle, die derzeit in mindestens zwei verschiedenen Fassungen diskutiert wird, seien am vergangenen Donnerstag nach einer Unterbrechung wieder aufgenommen worden, berichtet heise online Polen.
Besonders umstritten ist die Variante, die es der Polizei und anderen Behörden erlauben soll, Webseiten mit nicht geduldeten Inhalten sofort und ohne gerichtliche Überprüfung sperren zu lassen – was auch der Vorsitzenden des Amtes für elektronische Kommunikation, Anna Strézynska, zu weit geht. Die oberste Dienstherrin der Behörde, die das Verzeichnis gesperrter Webseiten verwalten soll, kritisiert laut heise online Polen, dass mit dieser Gesetzesfassung keine Möglichkeit mehr bestünde, die Rechtmäßigkeit einer Sperrung zu überprüfen.
Auch die Liste der Nutzerdaten, die künftig vorgehalten werden müssten, sorgt demnach für Streitigkeiten. Würde die Novelle wie geplant verabschiedet, müssten Internet-Dienstleister nicht nur den Nach- und Vornamen ihrer Kunden speichern. Sie würden zudem dazu verpflichtet, andere Daten wie Melde- und E-Mail-Adressen ebenso abzufragen, wie eine behördliche Identifizierungsnummer oder – falls diese Nummer nicht erteilt wurde – die Reisepassnummer, die Ausweisnummer oder die Nummer eines anderen Identitätsdokuments des jeweiligen Nutzers.
iphone-Applikation für “Tagesschau”
Im ersten Quartal des kommenden Jahres beabsichtigt die ARD, für die “Tagesschau” eine Applikation (App) für das Apple iPhone zu veröffentlichen. Dies kündigte ARD-aktuell Chefredakteur Kai Gniffke gegenüber der Deutschen Presseagentur (dpa) an.
Die Applikation, so Gniffke, sei für die Nutzer kostenlos, da sie sich wie auch die bisherigen Angebote von ARD und ZDF aus Rundfunkgebühren finanziere. Eine Änderung der inhaltlichen Ausrichtung der “Tagesschau” sei jedoch nicht vorgesehen.
Alleine im September sei die über das Internet abrufbare Tagesschau in 100 Sekunden (“tagesschau24″) 3,6 Millionen Mal abgerufen worden.
Vorsicht ist bei manchen elektrischen Weihnachtsgeschenken geboten
Weihnachtspräsente von Freunden und Bekannten nimmt jeder gerne an, dennoch sollte man diesen über die Freude hinweg auch ein gewisses Maß an Misstrauen entgegenbringen – insbesondere wenn es sich um USB-Sticks, MP3-Player oder digitale Fotorahmen handelt. Das meldete kürzlich Heise.de als Warnung sowohl für Heimanwender als auch für Anwender im Unternehmen. Möglicherweise sind die Speicher nämlich schon vor der ersten Benutzung mit einem Schädling, wie Virus, Wurm oder Trojaner gefüllt – egal ob vom eigentlichen Absender gewollt oder meistens ungewollt bestückt.
Unter Umständen kann bereits der Anschluss des Geräts an einen Windows-PC zur Infektion mit schädlicher Software führen, vor allem wenn es sich um Produkte mit sogenannter U3-Funktion handelt, die dem PC eine CD mit Autostart-Funktion vorgaukelt. Normalerweise können Anwendungen auf USB-Sticks nur mit Hilfe des Anwenders gestartet werden. Wie man sämtliche automatischen Starts unter Windows im Vorhinein sicherheitshalber deaktivieren kann, beschreibt Microsoft hier.
Doch auch eine falsche Interpretation der über die Autoplay-Funktion angezeigten Optionen kann dazu führen, sich ungewollt einen Schädling einzufangen. Der noch immer im Netz kursierende Conficker-Wurm präsentiert in der AutoPlay-Anzeige nach dem Anschließen eines infizierten USB-Sticks ein gefälschtes Icon, um Anwender zum Öffnen zu verleiten, da Sie meinen, mit dem Klick nur einen Ordner zu öffnen. Stattdessen startet jedoch der Wurm seine Installations- und Schadroutine.
Glüchlicherweise funktioniert dieser Trick unter dem neuen Windows 7 nicht mehr. Microsoft hat dort die Option zum Starten eines Programms aus dem Nachfrage-Dialog beschreibbarer Speicher wie USB-Sticks, Speicherkarten und externen Festplatten gänzlich entfernt. Diese Änderung gilt allerdings nicht für gekaufte oder gebrannte CDs und DVDs.
Das Internet Storm Center empfiehlt grundsätzlich, alle unverlangt zugesandten mobilen Datenträger sicherheitshalber vor der ersten Nutzung zu formatieren, auch wenn ein vermeintliches Begleitschreiben für “interessante Fotos” oder “Topmusik aus den Charts” neugierig machen könnte.
Sicherheits-Update für Winamp veröffentlicht
Für den populären Mediaplayer Wimamp gibt es ein neues Sicherheits-Update. Wie Heise.de meldet, schließt die Version 5.57 Sicherheitslücken, durch die ein System mit präparierten Mediendateien kompromitiert werden könne. Von den Sicherheitslücken sind alle Versionen (bis 5.56) betroffen.
In der nunmehr veröffentlichten Version 5.57 seien diese Fehler beseitigt worden und der Player verfüge zudem über weitere Verbesserungen.
Mobilkom Austria: Handel mit Ortsdaten von Handynutzern
Der größte österreichische Mobilfunkanbieter Mobilkom verkauft die Bewegungsdaten seiner Handynutzer ab sofort anonymisiert an andere Unternehmen. Dies meldet der Nachrichtenticker von Heise Online.
Wie Mobilkom mitteilte, würden die Positionen aller 4,7 Millionen Teilnehmer seines A1-Netzes anhand der Funkzellen erhoben, um anschließend mit GPS-Daten einzelner Nutzer zu verfeinern. Gebündelt ergeben die Daten dann den so genannten A1 Data Traffic Stream.
Befürchtungen, die verkauften Daten könnten zur Erstellung von Bewegungsprofilen missbraucht werden, weißt Mobilkom Austria zurück. Für die Weitergabe der anonymisierten GPS-Daten benötige man die Zustimmung der Nutzer. Zudem achte man beim Verkauf aller anonymisierter Informationen auf das tägliche Wechseln der Schlüssel.
“Die GPS-Daten können zur Kalibrierung verwendet werden. Damit kann der Bewegungsstrom genauer lokalisiert werden als mit den Zelldaten”, sagte Mobilkom-Sprecher Reiter gegenüber Heise Online.
Mit den Daten soll unter anderem der kostenlose A1 Traffic Monitor genutzt werden. Dieser erlaubt das Anzeigen aktueller Verkehrsinformationen in Echtzeit. Wer ein Navigationssystem des Herstellers TomTom besitzt, das den Stauwarndienst HD Traffic ermöglicht, kann in Deutschland bereits auf anonymisierte Positionsdaten von Kunden des Mobilfunkanbieters Vodafone zurückgreifen.








