Freisprechanlagen bringen keine Verbesserung der Unfallstatistiken
Donnerstag, Februar 4, 2010 11:08Laut einer im Januar veröffentlichten Studie der Dekra bringen Freisprechanlagen im Auto keine Verminderung der Unfallzahlen.
Auch mit fest installierten Systemen sind die Fahrer während des Telefonats stark vom Verkehr abgelenkt und müssen noch dazu öfters den Verkehr außer Augen lassen, z.B. wenn sie Nummern suchen oder eingeben oder auf der Suche nach der richtigen Taste am Handy oder der Freisprechanlage sind.
Ebenfalls hat das Unternehmen in einer Umfrage ermittelt, dass jeder fünfte Autofahrer hierzulande auch trotz dem Verbot ohne Freisprecheinrichtung mit dem Handy im Auto telefoniert.
Zum gleichen Ergebnis kommt eine Studie des amerikanischen Highway Loss Data Institute. Demnach gingen die Unfallzahlen nach der Einführung eines Handyverbotes in einzelnen US-Staaten nicht merklich zurück.
Der Präsident des Highway Loss Data Institute Adrian Lund schätzt selbst, dass die gleichbleibenden Zahlen darauf zurückzuführen sind, dass die Autofahrer auch durch Freisprecheinrichtungen noch zu stark vom Verkehr abgelenkt werden.
Auch wenn Sie vielleicht während dem Gespräch noch abgelenkt sind bieten Freisprechanlagen aber mit Sicherheit einen Mehrwert an Sicherheit. Das Handy kann günstig im Sichtfeld des Fahrers am Amaturenbrett fixiert werden und es besteht keine zusätzliche Ablenkung durch verrutschen oder verwackeln des Gerätes.


