OpenStreetMap unterstützt Helfer in Haiti

Montag, Januar 18, 2010 13:35

Seit dem verheerenden Erdbeben der Stärke 7 (Momentenmagnitude), das Haiti vor wenigen Tagen erschütterte, läuft die internationale Hilfe nur schleppend an, denn den Helfern fehlt unter anderem aktuelles Kartenmaterial, um sich in der Trümmerlandschaft zurechtzufinden. Diese Lücke schließen so genannte Crisismapper der OpenStreetmap-Community (OSM).

Hilfe für Haiti durch schnell aktualisierte Karten der Crisismapper

Hilfe für Haiti durch schnell aktualisierte Karten der Crisismapper

Wie Golem.de berichtet, sollen Mitglieder der OSM-Community sowie des Humanitarian OSM Teams gemeinsam an der Erstellung von teilweise innerhalb weniger Minuten aktualisierter Karten arbeiten.

Dabei, so Golem.de, konzentrieren sich die Crisismapper hauptsächlich auf die noch funktionierende Infrastruktur wie Brücken. Zudem sollen Informationen zum Gesundheitssystem sowie zu den Orten, an denen sich Obdachlose Erdbebenopfer aufhalten, ebenfalls erfasst werden.

Als Grundlage dienen den Crisismappern Bilder der Satelliten Digitalglobe und Geo sowie altes CIA-Kartenmaterial.

Mit dem Kartenmaterial unterstützt OSM vor allem die internationalen Helfer-Teams.

Das Kartenmaterial sowie der zur Verfügung stehende Routenplaner können mit Navigationsgeräten von Garmin genutzt werden. Auch Google bietet für die Region aktuelle Satellitenbilder sowie Daten aus seinem Map Maker an, der von Nutzern der Dienste Google Map und Google Earth erstellte Zusatzinformationen enthält.

Für die Crisismapper der OSM-Community ist das Erdbeben in Haiti der erste Ernstfall. Im Jahr 2009 hatten sie Ihre Fähigkeit, schnell aktuelles Kartenmaterial bereit stellen zu können, bei einer vergleichsweise kleinen Flutkatastrophe in Großbritannien unter Beweis gestellt.

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2 Antworten zu “OpenStreetMap unterstützt Helfer in Haiti”

  1. Doro sagt:

    Januar 18th, 2010 um 15:26

    Super, was die OpenSource-Bewegung alles schafft!

  2. Agnes sagt:

    Januar 18th, 2010 um 19:43

    Ist ja gut, dass im Ernstfall alle helfen, aber noch besser wäre es, wenn das immer so wäre, dann sehe unsere Welt vielleicht um einiges friedlicher und gesünder aus…

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